Page 32 - Schiedsrichter-Zeitung
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MELDUNGEN
DFB-SCHIEDSRICHTER-ZEITUNG 04|2021
AUS DEN VERBÄNDEN
BADEN NIEDERSACHSEN NIEDERRHEIN
Ein Blick über den Tellerrand
Um über den Tellerrand hinauszuschauen, hat der Verbands-Schiedsrichterausschuss in den zurückliegenden Monaten verschie- dene Kooperationen gestartet. In einer aktu- ellen Kooperation mit dem Basketballver- band Baden-Württemberg wird geprüft, an welchen Stellen Synergieeffekte geschaffen werden können, so beispielsweise bei der Schiedsrichter-Gewinnung und der Schieds- richter-Ausbildung.
In naher Zukunft ist als Pilotprojekt ein gemeinsamer Fortbildungslehrgang für Fuß- ball- und Basketball-Schiedsrichter geplant, in dem der Fokus auf den gemeinsamen Schnittmengen im jeweiligen Schiedsrich- terwesen der beiden Sportarten liegt. So sollen schwerpunktmäßig Impulsvorträge zu Soft-Skill-Themen oder Fitnesseinheiten Bestandteil des Lehrgangs sein.
T E X T Pascal Rastetter
HAMBURG
Wahlen im Verband und in den Bezirken
Im Hamburger Fußball-Verband fanden in den vergangenen Monaten die turnusmäßi- gen Neuwahlen in den Bezirken und beim Verbands-Schiedsrichterausschuss statt. Die Kontinuität der handelnden Personen stand dabei im Vordergrund und es gab nur wenige personelle Veränderungen.
Die neuen Sprecher der Bezirks-Schiedsrich- terausschüsse sind nun Alexander Teuscher und Stephan Timm. Beim Verbands-Schieds- richterausschuss bleibt es bei den über- regionalen Ansprechpartnern Christian Soltow (Vorsitzender) und Sven Ehlert (Lehrwart). Die Ansetzungen betreut weiter- hin Helmut Timmann, nun schon seit mehr als 18 Jahren.
Personelle Kontinuität soll aber nicht ein- hergehen mit Stillstand. Die zielorientierten Einsätze neuer Techniken und Methoden, aber auch die Anpassung an weitere neue Herausforderungen werden von den Verant- wortlichen als Ziele ausgerufen und weiter- verfolgt.
T E X T Frank Behrmann
Reform bei der Talentförderung
Ab 1. Juli startet der Verbands-Schiedsrich- terausschuss eine neue Form der Talentför- derung, die bei der Vorbereitung mit den Vorsitzenden der Bezirks-Schiedsrichteraus- schüsse diskutiert und abgestimmt wurde: Künftig werden dem neuen Talentförder- Kader 24 Unparteiische im Alter von 18 bis 22 Jahren angehören, sechs aus jedem der vier Bezirke.
„Wir wollen junge, talentierte Schiedsrich- terinnen und Schiedsrichter rechtzeitig erkennen und vor allem auch fördern“, sagt Bernd Domurat, Vorsitzender des Verbands- Schiedsrichterausschusses. „Ziel ist es, unsere Talente so gut vorzubereiten, dass sie höhere Spielklassen erreichen und dort auch bestehen.“
Es gehe aber immer um die Balance erfah- rener und jüngerer Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. „Wir setzen auch künftig auf etablierte Unparteiische in der Oberliga. Gleichzeitig müssen wir die Rahmenbedin- gungen und Altersgrenzen in höheren Spiel- klassen berücksichtigen“, erklärt Bernd Domurat.
TEXT MarcoHaase
RHEINLAND
Neue Interview-Reihe im Rhein-Lahn-Kreis
Mit der Serie „Abpfiff – Die Fragen danach“ hat die Schiedsrichtervereinigung Rhein- Lahn ein neues Videoformat ins Leben geru- fen. An der Interviewreihe haben sich 34 Schiedsrichter aus dem dortigen Fußball- kreis beteiligt. Die Unparteiischen zeigen sich dabei neben dem Platz aus einem ande- ren Winkel und machen gleichzeitig Wer- bung für das Schiedsrichterwesen.
Die einzelnen Videos können über die Face- book-Seite der Vereinigung abgerufen wer- den. Der Link dorthin: http://bit.ly/videos- abpfiff
TEXTFabianMohr
111 neue Unparteiische ausgebildet
Auch der zweite digitale Schiedsrichter-Neu- lingslehrgang des Fußballverbandes Nieder- rhein (FVN) in Corona-Zeiten war ein voller Erfolg: Exakt 111 Teilnehmer schlossen den rund zweiwöchigen Lehrgang in den Oster- ferien erfolgreich ab.
Diese werden jetzt ihrem jeweiligen Fußball- kreis zugeordnet und müssen dort noch einen Lauftest sowie ein Abschlussgespräch absolvieren, um endgültig Schiedsrichter zu werden.
Der Verbands-Schiedsrichterlehrstab um Lehrgangsleiter Christof Kandel war mit dem Verlauf des Neulingslehrgangs sehr zufrie- den: „Wir haben erneut einen der größten Online-Lehrgänge in Deutschland ohne Pro- bleme über die Bühne gebracht“, sagt Kan- del. „Nun freuen wir uns darüber, auf einen Schlag 111 neue Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter begrüßen zu können, und wünschen allen viel Erfolg auf dem Platz.“ T E X T Marco Lechtenberg
WÜRTTEMBERG
Jubiläum für Gerhard Klaiber
Viele Schiedsrichter warten darauf, dass es nach der Corona-Pause wieder losgeht – auch Gerhard Klaiber (68), der seit dem Jahr 1972 Spiele leitet. Unmittelbar vor der Sai- sonunterbrechung im vergangenen Herbst war er anlässlich seiner 3.000. Spielleitung geehrt worden.
Michael Keller, Obmann der Schiedsrichter- gruppe Backnang, sagt über den langjähri- gen Referee: „Gerhard ist seit 1972 Schieds- richter und war als Assistent, damals noch Linienrichter, in der Bundesliga unterwegs. Unter seiner Regie als Gruppenobmann konnten auch andere Schiedsrichter große Erfolge feiern.“
Auch Verbands-Schiedsrichterobmann Giu- seppe Palilla gratulierte Gerhard Klaiber zu seinem Jubiläum und stellte dessen Zuver- lässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Engagement im Ehrenamt heraus.
Klaibers persönliches Ziel: „Die 3.333 Spiele möchte ich schon erreichen ...“
TEXT RalphRolli