Page 32 - Schiedsrichter-Zeitung
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MELDUNGEN
DFB-SCHIEDSRICHTER-ZEITUNG 03|2021
AUS DEN VERBÄNDEN
SACHSEN-ANHALT BRANDENBURG SÜDWEST
„Goldenes Jubiläum“ als Unparteiischer
Vor mehr als 50 Jahren, im Januar 1971, hat Ralf Dilling die Schiedsrichter-Prüfung abge- legt. Zu diesem Anlass hat er auf der Home- pagedesStadtfachverbandesFußballHalle/ Saale ein längeres Interview gegeben.
Sein Trainer habe ihn damals zum Lehrgang angemeldet, um ihn zum Perspektivwechsel zu zwingen, berichtet Ralf Dilling dort. Den Anwärter-Ausweis habe ihm damals kein Geringerer als Rudi Glöckner überreicht, der im Jahr zuvor das WM-Finale geleitet habe. Ein gutes Miteinander mit den anderen Schiedsrichtern sei ihm heute am wichtigs- ten, dass man zusammenhalte, wenn es drauf ankomme. Heutzutage werde zu viel über „Pillepalle“ gestritten. Dillings Botschaft an junge Referees: „Schiedsrichter zu sein ist eine Berufung – eine Sache, die man mit Herzblut und innerer Liebe machen sollte, die einen aber als Mensch weiterbringt.“ TEXT Peter Kein
„Schiedsrichter-Freund“ feiert 60. Geburtstag
Die große Party anlässlich seines 60. Geburtstages konnte es für Peter Hey- denbluth aus bekannten Gründen nicht geben.StattdessenkreuztendieGästegewis- sermaßen „etappenweise“ auf, damit alle Corona-Regeln eingehalten werden konnten. Auch der Ehrenpräsident des Fußball-Lan- desverbandes, Siegfried Kirschen, und der Vorsitzende des Verbands-Schiedsrichter- ausschusses, Heinz Rothe, gratulierten dem Jubilar.
Der „bekennende Schiedsrichterfreund“ Peter Heydenbluth hat sich in den vergan- genen Jahren in vielfältiger Weise für die Schiedsrichter-Familie engagiert. Er setzte nicht nur das finanzielle Fundament bei der Gründung des Fördervereins, sondern unter- stützt auch jedes Jahr die mehrtägigen Fort- bildungen der Unparteiischen.
T E X T Heinz Rothe
Ausbildung für Menschen mit Fluchterfahrung
In Kooperation mit dem Fußballverband Rheinland und dem Saarländischen Fuß- ballverband hat der Südwestdeutsche Fuß- ballverband im Rahmen der Initiative „2:0 für ein Willkommen“ der DFB-Stiftung Egidius Braun eine Online-Schiedsrichter- ausbildung gestartet. Das Motto: „Ein Pfiff für ein Willkommen – für Menschen mit Fluchterfahrung“.
Ziel ist es, Menschen mit Fluchterfahrung eine theoretische Schiedsrichterausbildung in der andauernden Pandemie kontaktlos online via Videokonferenzsystem und Online-Schulungsplattform anzubieten. Zwischen den Online-Präsenz-Terminen müssen sich die Teilnehmenden eigenstän- dig mit dem Regelwerk beschäftigen. Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des DFB und umfasst ca. 24 Unterrichtsstunden. TEXTFabianMohr
HAMBURG BADEN THÜRINGEN
Im „Drive-in“ zur Schiedsrichter-Prüfung
„Wenn alle an einem Strang ziehen und sich an die Verabredungen halten, gelingt auch ein Online-Lehrgang“, sagt Lehrwart Patrick Gregersen vom Bezirks-Schieds- richterausschuss Walddörfer in Hamburg. Er hatte Ende März einen Anwärterlehrgang konzipiert, der drei wesentliche Säulen für die Teilnehmenden anbot: die Regelkunde in Form von Video-Konferenzen, das eigen- verantwortliche Vertiefen der Regeln durch das Online-Lernportal und die Möglichkeit, Online-Sprechstunden in Anspruch zu nehmen.
Die Prüfung selbst wurde beim Rahlsted- ter SC abgehalten und in Abstimmung mit den örtlichen Behörden in Präsenzform durchgeführt. Ein Novum stellte dabei die „Drive-in“-Prüfung dar. Lehrwart Greger- sen hatte sich diese ungewöhnliche Form für einen Teil der Prüflinge ausgesucht, da so die Corona-Auflagen vollumfänglich eingehalten werden konnten.
T E X T Christian Soltow
Lehrgänge im virtuellen Raum
Der traditionelle Januar-Lehrgang der För- derkader-Schiedsrichter des Badischen Fuß- ballverbandes konnte, wie zahlreiche andere Fortbildungen, nicht in Präsenz stattfinden. Um das körperliche wie mentale Fitnesslevel der Verbandsschiedsrichter dennoch auf einem hohen Niveau zu halten, wurden die Lehrgänge in den virtuellen Raum verlegt. Neben der digitalen Halbzeittagung der Ver- bandsschiedsrichter im Februar entstanden für den Förderkader vier Online-Workshops: ein Austauschformat, eine Videoschulung sowie zwei sportliche Einheiten. Verbands-Schiedsrichterobmann Rolf Karcher zeigte sich mit dem Veranstaltungsformat sehr zufrieden: „Wir haben durchweg positive Erkenntnisse gesammelt. Für die Schiedsrich- ter ist es absolut sinnvoll, sich auch in der Zeit ohne regulären Spielbetrieb auszutau- schen und ihr Hobby weiter zu pflegen.“ Die aufgezeichneten Trainingseinheiten von Schiedsrichter und Sportlehrer Cedrik Boll- heimer wurden zudem den Lehrwarten in den Kreisen zur Verfügung gestellt.
T E X T Pascal Rastetter
1.435 Kilometer für den guten Zweck
Im Thüringer Fußball-Verband hat der Kreis- Fußballausschuss Erfurt-Sömmerda eine Challenge initiiert: Nach einer Idee von Obmann Daniel Bartnitzki und Lehrwart Prof. Dr. Jean Pierre Bergmann waren die Unpar- teiischen aufgerufen, im Februar möglichst viele Kilometer zu laufen und dafür auch eine freiwillige „Startgebühr“ in Höhe von je 10 Euro zu entrichten.
Nun liegen die Ergebnisse vor, die sich sehen lassen können: Von den 110 Schiedsrichtern des Fußballkreises haben sich 48 beteiligt und dabei eine Strecke von 1.435 Kilome- tern zurückgelegt. Insgesamt 800 Euro kamen so zusammen. „Manche Teilnehmer haben mehr gespendet und außerdem haben sich auch Externe finanziell beteiligt“, erklärt Bartnitzki.
Das Geld soll zu gleichen Teilen an das Kin- derhospiz Mitteldeutschland und die Eltern- initiative leukämie- und tumorerkrankter Kin- der Suhl/Erfurt gehen.
T E X T Karsten Krause / Steffen Reichenbächer