Page 7 - DFB-Schiedsrichterzeitung 04-2018
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                 5                                                  1_Im Stadion war die Schiedsrichter-Gruppe zwischen den gelb und
                                                                    rot gekleideten Fans leicht auszumachen.
                                                                    2_An dem Wochenende kamen Schiedsrichter unterschiedlicher
                                                                    Herkunft und verschiedenen Alters schnell ins Gespräch.
                                                                    3_Von links: Helmut Geyer, ronny Zimmermann, Herbert Fandel und
                                                                    Lutz Michael Fröhlich während der Talkrunde mit Moderator Lutz
                                                                    Wagner.
                                                                    4_Eine Fotobox bot die Möglichkeit für lustige Erinnerungs-
                                                                    schnappschüsse.
                                                                    5_Jeder Preisträger erhielt ein Trikot mit den Namen aller
                                                                    diesjährigen Gewinner.

          land schwierig. Ich komme aus Baden-Württemberg, da   udo Penßler-Beyer, der die Preisträger der Kategorie
          hieß es lange: ,Nicht geschimpft ist gelobt genug‘. Das   „Ü 50“ ehrte, betonte indes den großen Erfahrungs-
          kann ich persönlich überhaupt nicht teilen. Wenn jemand   schatz „seiner“  gewinner: „Hier stehen mehr als
          Wochenende für Wochenende für seinen Lieblingssport   1.000 Jahre Lebenserfahrung und sage und schreibe
          opfert, dann muss man dafür Danke sagen. Deshalb   750 Jahre Schiedsrichter-Tätigkeit auf der Bühne. Sozi-
          mache ich das liebend gerne. Ohne die Schiedsrichter   ales Engagement und Teamgeist zeichnen alle von Ihnen
          wäre Deutschland ein Stück ärmer. Wir brauchen Vor-  aus. Sie zeigen, dass Schiedsrichterei nicht nur die Arbeit
          bilder wie euch auf unseren Fußballplätzen.“  mit der Pfeife ist, sondern weit darüber hinausgeht. Wir
                                                      sehen, dass unsere Schiedsrichter Multitalente und viel-
          Daran schloss auch Dirk Wübbels von der DEKRA an,   seitig einsetzbar sind.“
          der den offiziellen Sponsor der DFB-Schiedsrichter und
          Partner der Aktion „Danke Schiri.“ vor Ort repräsentierte.   Weitere Beispiele  gefällig? Das Engagement von
          Einen passenderen Vertreter hätte das unternehmen   Ü  50-gewinner Walter Osswald  aus  Südbaden, der
          kaum senden können – denn Wübbels stand schon   besonders fürsorglich junge Schiedsrichter aus seiner
          selbst als Schiedsrichter auf dem Platz. „Wir sind stolz,   gemeinde unterstützt, spricht Bände. „generationsüber-
          diesen Abend zusammen mit dem DFB präsentieren zu   greifender kann man nicht wirken“, freute sich Osswald.
          können. und wir sagen Ihnen heute gerne Danke!“
                                                      Das bestätigte auch Irmgard Demeter aus Bayern. „Ich
          Nacheinander wurden die Preisträger auf die Bühne   bin deshalb Schiedsrichterin geworden und geblieben,
          gerufen, wo ihre geschichten vorgestellt wurden. Zum   weil man in der gemeinschaft Kontakt mit allen gene-
          Beispiel die von Monika Kreutz aus Westfalen. Sie betreibt   rationen hat“, erklärte sie. „und das transportiere ich
          das Hobby Schiedsrichterei weiterhin, obwohl sie sich   jetzt auch weiter an die Jüngeren.“
          auch noch um fünf Kinder kümmern muss – wobei die
          älteste Tochter mit 15 Jahren nun selbst die Schieds-  Oder die geschichte vom „Alterspräsidenten“ der Aktion,
          richter-Prüfung abgelegt hat. „Die Mama ist ja auch ein   dem 83-jährigen Walter Kloé. Der frühere Schulleiter
          gutes Vorbild“, erklärte Kreutz lachend.    hat im Jahr 1952 die Schiedsrichter-Prüfung abgelegt:
                                                      „Ich habe es nie bereut“, sagte er. „Ich kann nur jedem
           „Ihr seid alle tolle Beispiele für ungewöhnliche Wege,   dazu raten, sich als Schiedsrichter zu engagieren – es
          die auch zum Ziel führen“, lobte Christine Baitinger die   prägt das Sozialverhalten und hilft für das berufliche
          Preisträgerinnen.                           und private Leben ungemein.“
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