Page 7 - DFB-Schiedsrichterzeitung 05-2018
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1_Stefan Spies sensibilisiert die Unparteiischen für das Thema Körpersprache.
2_Lutz Michael Fröhlich diskutiert mit den Schiedsrichtern die Arbeit des Video-Assistenten, ...
3_... wobei Felix Zwayer persönliche Erfahrungen von der Fußball-Weltmeisterschaft einbringen
kann.
4_Sportliche Einheiten gehören natürlich ebenfalls zum Tagesablauf dazu.
5_Christian Dingert (links) und Patrick Ittrich beim Freizeitkick.
6_DFB-Lehrwart Lutz Wagner spricht mit den Bundesliga-Referees vor allem über das Verhalten
bei Standardsituationen.
7_Junioren-Spieler simulieren für das Assistenten-Training knifflige Abseits-Situationen.
Dieser Anspruch steht über allem“, appelliert Lutz fortsetzung mit der höchsten Spielerdichte) und Frei-
Michael Fröhlich an die Unparteiischen. stößen (größte Vielfalt bei der Ausführung) clever ver-
halten kann.
KOMP E T E N Z IN G RE N Z B E RE I C HE N
Das Niveau der Bundesliga-Schiedsrichter sei sehr hoch,
„Während einer Spielruhe steht der Schiedsrichter total betont Wagner und verweist auf ihre fachlichen Grund-
im Fokus. Fehler, die bei einer Spielfortsetzung passie- kenntnisse, die körperliche Fitness sowie entsprechende
ren, sind nicht entschuldbar, denn nur der Schiedsrich- Persönlichkeitsstrukturen. „Woran es manchmal noch
ter legt den Zeitpunkt fest, wann es weitergeht“, betont fehlt, ist die Kompetenz in Grenzbereichen: Wenn es auf
auch DFB-Lehrwart Lutz Wagner in seiner Gruppenar- dem Platz plötzlich zu einer Ausnahmesituation kommt,
beit. Er spricht mit den Unparteiischen vor allem über sieht man dem Schiedsrichter seine Unsicherheit an der
ihr Verhalten bei Standardsituationen und untermauert Körpersprache an.“
deren Bedeutung mit der entsprechenden Statistik: „41
Prozent der Tore bei der WM wurden durch Standards Deshalb mahnt Wagner die Referees zu Selbstkritik:
erzielt – Tendenz steigend“, sagt Wagner. Anhand von „Gerade wenn ein Spiel super gelaufen ist, sollte sich der
Videoszenen zeigt er auf, wie sich der Unparteiische bei Schiedsrichter hinterfragen, in welchen Spielsituationen
Einwürfen (häufigste Spielfortsetzung), Eckstößen (Spiel- er an diesem Tag vielleicht auch einfach mal Glück hatte.“